Also ich habe eigentlich BWL studiert, und dachte mir während meines Studiums nur, was zum Henker mache ich hier eigentlich?
Ich lerne in der Theorie, wie ich als Rädchen in einer Großorganisation funktioniere. Wie ich eigentlich zur Unselbständigkeit erzogen werde.
Mein Studium habe ich dann doch durchgezogen, weil ich mir von Muttern einbläuen hab lassen, dass ich nach guten alten Werten etwas Durchziehen muss. Etwas zu Ende bringen, um auf dem Weg zum Erwachsenenwerden und zum Einbürgern in unsere Gesellschaft bestehen zu können.
Das war der Faktor Angst, und weil ich keine Alternative wusste. Weil mich mein Schulweg nicht in meiner Persönlichkeit gefestigt sondern unterdrückt hatte.
Glücklicherweise habe ich mit dem Ende meiner letzten BWL Prüfung, eine andere Welt entdecken dürfen. Wie vom Schicksal erfasst wurde ich an verschiedene Filmsets gespült, und probierte mich als Maske, Kostüm und Cateringhilfe. Dass dort die Welt bunter und improvisierter war gefiel mir sehr gut, und fühlte sich richtig an.
Nach der Flut kam die Ebbe, und somit zurück in die eingebläute Verhaltensdiktatur meiner Erziehung, verfolgte ich den Weg meines Studiums und nahm eine normalbürgerliche Arbeit bei mirapodo an. Wenn schon Großunternehmen, so dachte ich, dann doch wenigstens in einer Stadt, die frei von Verhaltensmustern agiert. Ich entschied mich nach Berlin zu gehen.
Irgendwie aber war es ein Kompromiss, den ich dann auch so langsam bereute. Denn trotz der vermeintlichen Sicherheit auf Angestelltenbasis seinen Lohn überwiesen zu bekommen, fühlte ich mich nicht belohnt für meine getane Arbeit, sondern eher für die Schmerzen bezahlt. Schmerzensgeld.
Meine Freizeit benutzte ich, um mich vom Büroalltag, zwischen klingelnden Telefonanrufern, Meetings und vollen Mail Ordnern zu regenerieren. Das Wochenende schaltete ich auf Durchzug.
Irgendwann stellte ich mir die Frage, ob ich diesen Lebensweg für mich ausgesucht hatte. Ich bin ja kein Mensch mehr, nur noch Maschine. Aber die Maschine wurde alle zwei Monate krank.
Auch nachdem mir von der Arbeit der Besuch der Beerdigung meines verstorbenen Onkels versagt blieb, war das Fass voll. Und ich habe gekündigt.
Daraufhin habe ich den Kontakt zum Filmcatering wieder aufgenommen, und dort ein 2 Monatsprojekt für das Sams in München bekommen. Es war ein Knochenjob. Jeden Tag 12 - 13 Stunden schuften.
Der Unterschied aber zum Bürojob war, dass mein Körper arbeitete während mein Kopf die freie Natur genießen konnte. Die stickige Büroluft hingegen verpestete mir auch noch den Feierabend.
Nach dem Filmprojekt, was zum Glück begrenzt war, habe ich beschlossen nur mehr auf mich zu hören. Trotz der Kritiken meiner Mutter und den Bedenken aus dem Freundeskreis wollte ich was Eigenes machen. Etwas was ich nicht gelernt hatte. Ganz autodidaktisch.
Das war dann Fransik.
Meine Motivation ist jetzt eine ganz andere. Weil ich selbstbestimmt bin und Dinge kreiere die aus mir heraus entstehen. Und zwar vom Anfang bis zum Ende. Es liegt in meiner Hand. Das Design, der Faden und der Verkauf.
Ich mache das wonach mir ist. Den Sommer 2012 über bin ich die meiste Zeit im Garten gelegen und habe mir schöne Gedanken gemacht. Erst in dieser Entspanntheit kamen die Inspiration und die vielen Ideen. Manchmal schossen Bilder von Unterwäsche im Sekundentakt durch meinen Kopf, so schnell konnte ich sie gar nicht festhalten oder abmalen.
Ich will sie aber alle gar nicht festhalten müssen, dass sie da sind ist Glück genug.
Wenn jetzt eine Person meine Dessous kauft, dann ist das Geld dass ich dafür bekomme irgendwie ein Segen. Weil derjenige es selbstbestimmt für etwas ausgibt, dass er oder sie sich wünscht. Und dann mache ich auch gerne Änderungen oder ein anderes Design als ich ursprünglich hatte.
Der Lohn ist jetzt eine Belohnung und für mich weitaus ehrlicher als das Gehalt auf Angestelltenbasis.
Daher werde ich jetzt weiter mit dem machen, was ich will, und erstmal den anonymen Markt des Internets weniger nutzen, und den persönlichen Kontakt suchen.
Am 11.11. bin ich daher auf der Kunsthandwerkermesse in Freising und am 18.11. auf derselben Messe in Erding.
Ich freu mich schon so. Wie ein Kind das selbständig wird.
Ich lerne in der Theorie, wie ich als Rädchen in einer Großorganisation funktioniere. Wie ich eigentlich zur Unselbständigkeit erzogen werde.
Mein Studium habe ich dann doch durchgezogen, weil ich mir von Muttern einbläuen hab lassen, dass ich nach guten alten Werten etwas Durchziehen muss. Etwas zu Ende bringen, um auf dem Weg zum Erwachsenenwerden und zum Einbürgern in unsere Gesellschaft bestehen zu können.
Das war der Faktor Angst, und weil ich keine Alternative wusste. Weil mich mein Schulweg nicht in meiner Persönlichkeit gefestigt sondern unterdrückt hatte.
Glücklicherweise habe ich mit dem Ende meiner letzten BWL Prüfung, eine andere Welt entdecken dürfen. Wie vom Schicksal erfasst wurde ich an verschiedene Filmsets gespült, und probierte mich als Maske, Kostüm und Cateringhilfe. Dass dort die Welt bunter und improvisierter war gefiel mir sehr gut, und fühlte sich richtig an.
Nach der Flut kam die Ebbe, und somit zurück in die eingebläute Verhaltensdiktatur meiner Erziehung, verfolgte ich den Weg meines Studiums und nahm eine normalbürgerliche Arbeit bei mirapodo an. Wenn schon Großunternehmen, so dachte ich, dann doch wenigstens in einer Stadt, die frei von Verhaltensmustern agiert. Ich entschied mich nach Berlin zu gehen.
Irgendwie aber war es ein Kompromiss, den ich dann auch so langsam bereute. Denn trotz der vermeintlichen Sicherheit auf Angestelltenbasis seinen Lohn überwiesen zu bekommen, fühlte ich mich nicht belohnt für meine getane Arbeit, sondern eher für die Schmerzen bezahlt. Schmerzensgeld.
Meine Freizeit benutzte ich, um mich vom Büroalltag, zwischen klingelnden Telefonanrufern, Meetings und vollen Mail Ordnern zu regenerieren. Das Wochenende schaltete ich auf Durchzug.
Irgendwann stellte ich mir die Frage, ob ich diesen Lebensweg für mich ausgesucht hatte. Ich bin ja kein Mensch mehr, nur noch Maschine. Aber die Maschine wurde alle zwei Monate krank.
Auch nachdem mir von der Arbeit der Besuch der Beerdigung meines verstorbenen Onkels versagt blieb, war das Fass voll. Und ich habe gekündigt.
Daraufhin habe ich den Kontakt zum Filmcatering wieder aufgenommen, und dort ein 2 Monatsprojekt für das Sams in München bekommen. Es war ein Knochenjob. Jeden Tag 12 - 13 Stunden schuften.
Der Unterschied aber zum Bürojob war, dass mein Körper arbeitete während mein Kopf die freie Natur genießen konnte. Die stickige Büroluft hingegen verpestete mir auch noch den Feierabend.
Nach dem Filmprojekt, was zum Glück begrenzt war, habe ich beschlossen nur mehr auf mich zu hören. Trotz der Kritiken meiner Mutter und den Bedenken aus dem Freundeskreis wollte ich was Eigenes machen. Etwas was ich nicht gelernt hatte. Ganz autodidaktisch.
Das war dann Fransik.
Meine Motivation ist jetzt eine ganz andere. Weil ich selbstbestimmt bin und Dinge kreiere die aus mir heraus entstehen. Und zwar vom Anfang bis zum Ende. Es liegt in meiner Hand. Das Design, der Faden und der Verkauf.
Ich mache das wonach mir ist. Den Sommer 2012 über bin ich die meiste Zeit im Garten gelegen und habe mir schöne Gedanken gemacht. Erst in dieser Entspanntheit kamen die Inspiration und die vielen Ideen. Manchmal schossen Bilder von Unterwäsche im Sekundentakt durch meinen Kopf, so schnell konnte ich sie gar nicht festhalten oder abmalen.
Ich will sie aber alle gar nicht festhalten müssen, dass sie da sind ist Glück genug.
Wenn jetzt eine Person meine Dessous kauft, dann ist das Geld dass ich dafür bekomme irgendwie ein Segen. Weil derjenige es selbstbestimmt für etwas ausgibt, dass er oder sie sich wünscht. Und dann mache ich auch gerne Änderungen oder ein anderes Design als ich ursprünglich hatte.
Der Lohn ist jetzt eine Belohnung und für mich weitaus ehrlicher als das Gehalt auf Angestelltenbasis.
Daher werde ich jetzt weiter mit dem machen, was ich will, und erstmal den anonymen Markt des Internets weniger nutzen, und den persönlichen Kontakt suchen.
Am 11.11. bin ich daher auf der Kunsthandwerkermesse in Freising und am 18.11. auf derselben Messe in Erding.
Ich freu mich schon so. Wie ein Kind das selbständig wird.
| Bis jetzt noch auf facebook: http://www.facebook.com/fransikzuber |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen